von Anne Fafoutakis
Mellas Meinung |
![]() erstmals erschienen: Dezember 2001
Mellas Meinung Neben zwei anderen Erzählungen, widmete Anne Fafoutakis die dritte Jane Austen's "Stolz und Vorurteil" und schrieb "Mrs Fitzwilliam Darcy". 51 Seiten lang ermöglicht sie allen Liebhabern zurück in die Welt der Darcys, Bingleys, Bennets und Freunden einzutauchen. Elizabeth stellt selbst, inmitten der Handlung, fest: "...with the exception of her parents, everyone had changed - and for the better." Tatsächlich stellt es die Autorin so dar und das nicht übertrieben nach Harmonie trachtend. Elizabeth ist gerade zwei Monate auf Pemberley, nach drei Wochen Flittern. Neben Rückblicken zur Hochzeit und folgenden Reaktionen werden die ersten Neuigkeiten bekannt gegeben - sowie Charlottes Geburt eines Sohnes auf Lucas Lodge. Weihnachten steht kurz vor der Tür und vereinigt viele Verwandte und Freunde - sowohl auf Pemberley, als auch auf Netherfied. Einen Großteil der Geschehnisse nimmt der Umzug der Bingleys von Netherfield in die Nähe der Darcys in Anspruch. Der Erwerb von "Stourtan Hall" entwickelt sich allerdings zu einer umfangreichen Verschwörungsaktion. Diese geheime Mission, von der Jane erst zu ihrem Geburtstag überrascht werden soll, wird durchgeplant und beinhaltet sogar eine Reise der Bingleys nach Frankreich. Neben Lizzy's Besuch auf Longbourne ist weiterhin Georgianas Entwicklung näher ausgeführt. Neben mehreren neueingeführten Personen findet sich hier auch ein ehrenwerter Gentleman für sie. Zusammenfassend ist zu sagen, in dieser kurzen Geschichte lassen sich alle Mitstreiter aus "S&V" wiederfinden und werden gemäß ihres Charakters mit dem passenden Schicksal bestraft oder beglückt - je nach Fall und ohne Ausnahme. Das bringt es mit sich, dass es zu Eheschließungen, Geburten, Umzügen und Todesfällen kommt. Insgesamt ist zwar alles flott erzählt, doch wirkt es nicht oberflächlich berichtet. Die Zitate aus Jane Auste's Roman tragen zu schönen Erinnerungen bei. Beim Lesen der ersten paar Seiten war ich mir unschlüssig und die Tatsache, dass Bingley plötzlich fünf statt zwei Schwestern hat, war auch nicht sehr vielversprechend, doch umso mehr ich las, desto mehr war ich gespannt, was die Autorin wohl als nächstes wem zugedeihen lassen würde. Anne Fafoutakis lässt amüsante Situationen entstehen und erfreut mit einer sorgenfreien, recht unterhaltsamen Möglichkeit einer Fortsetzung. Der einzig ernstzunehmende und schwerwiegende Kritikpunkt könnte sein, dass alles einfach zu fröhlich wirkt. Doch warum den Darcys Böses wünschen? Es geht auch ohne heraufgeschworenes Unglück. Wer auf Romantik hofft - hofft vergebens. Für Zwischendurch eine nette Abwechslung. (Mella 05/04) |
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