von Helen Fielding
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![]() Zitat aus dem Klappentext: Bridget Jones ist eine Frau von heute: Sie hat keinen Mann, dafür eine Mutter, die es nur gut mit ihr meint, und einen besten Freund, der nicht auf Frauen steht. Und sie hat Jude und Shazzer. Gemeinsam löst das Damentrio alle zentralen Fragen des Daseins - von der Bindungsangst der Männer über Dreißig bis zur Interpretation von Schwangerschaftstests. Doch vor ein paar von Bridgets Problemen kapituliert sogar der weibliche Krisenstab. Sie heißen: Daniel Cleaver, Mark Darcy und - Mutter. erstmals erschienen: Oktober 1996 (englisch)
Die Fortsetzung "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns" ist an Überredung (Persuasion) angelehnt.
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Kerstins Meinung Bridget Jones ist bizarr, findet Mark Darcy. Aber was soll man schon von der Meinung eines Mannes halten, der dunkelblaue Rautenpullover und Hummelsocken trägt? Ist sie bizarr, nur weil sie total chaotisch, Single und um die 30 ist? Oder weil ihre Kochversuche ebenso wie ihre Beziehungsversuche oft katastrophal enden? Weil sie eine merkwürdige Familie hat oder auf Parties auch schon mal unpassend gekleidet auftaucht? Das macht sie eigentlich eher liebenswert! Sie ist keine Hera-Lind-Romanheldin, die so perfekt ist, dass man sich als Leser fast schon minderwertig vorkommt, sondern so normal verrückt wie jeder andere Mensch auch. Man erkennt sich in der einen oder anderen Situation wieder, die ihr widerfährt und kommt beim Lesen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Hinzu kommen diverse Parallelen zu Jane Austens "Stolz und Vorurteil", wobei sich Helen Fielding besonders durch die BBC-Verfilmung mit Colin Firth und Jennifer Ehle hat inspirieren lassen. Einige Situationen sind fast aus dem Roman entnommen, wenn man genau aufpasst! Ebenso wirken einige Figuren wie von Jane Austen entworfen. Das Buch ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert, besonders für alle Beziehungsgeschädigten, verzweifelten Diätanhänger und Lebenschaoten, die sich gerne einem Roman wiederfinden möchten. (Kerstin 9/2000) |
Ulrikes Meinung Wer sich von dem etwas merkwürdigen deutschen Titel von Bridget Jones's Diary nicht abschrecken läßt, wird von "Schokolade zum Frühstück" begeistert sein. Ich mache es mir hier einmal ganz einfach, indem ich aus dem Klappentext meiner deutschen Ausgabe zitiere, weil ich es selbst treffender nicht schildern kann:
Bridget ist Anfang Dreißig, etwas chaotisch und zum Leidwesen ihrer Mutter noch immer unverheiratet. Aber im kommenden Jahr wird sich ihr Leben von Grund auf ändern. Sie wird das Rauchen aufgeben, abnehmen, ihre Wohnung aufräumen, den Mann ihres Lebens finden und dabei innerlich ausgeglichen sein. Doch leider: Grau ist alle Theorie und die Praxis verdirbt den Rest. Wie gut, dass Bridget sich zumindest auf ihre Busenfreundinnen verlassen kann, um bei einem Schlückchen Chardonnay die Schicksalsschläge des Alltags zu besprechen und Trost in geteiltem Leid zu finden." Klingt nicht sehr nach "Stolz und Vorurteil", nicht wahr? Stimmt. Aber nur auf den ersten Blick. Spätestens, wenn Bridget gleich auf der Neujahrsparty ein gewisser Mark Darcy über den Weg läuft, kommt dem geübten Stolz und Vorurteil-Fan der Verdacht, dass hier wiederum eine Autorin - diesmal Helen Fielding - eine äußerst witzige und dabei sehr kluge Adaptation von Jane Austens Buch geschrieben haben muß. Es ist sozusagen Liebe auf den zweiten Blick, aber dafür eine, die ein Leben lang hält, denn man wird dieses Buch immer wieder und wieder lesen wollen. Übrigens, ist es nicht das schönste Kompliment an Jane Austen und ihr Meisterwerk "Stolz und Vorurteil", dass es sogar in unserer modernen, so schnelllebigen Zeit seine Gültigkeit und Anziehungskraft nicht verloren hat und dass es nicht in den Bücherregalen verstaubt wie so viele andere seiner Zeitgenossen? Bridget Jones's Diary IST verfilmt! Mit Colin Firth als Mark Darcy - HURRAH and v.g. :-) (Ulrike, Gast) |
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