von Debra White Smith
Klappentext | Mellas Meinung |
![]() Zitat aus dem Klappentext: Based on Jane Austen’s Northanger Abbey, Northpointe Chalet focuses on the scatterbrained Kathy Moore who runs a coffee shop with her brother Sam’s help. When Jim and his sister, Belle, come by, Jim is attracted to Kathy. Oblivious to romance, Kathy enjoys their friendship. Sam and Belle start dating, and naturally the four of them socialize. Then Ben arrives, and there’s instant rapport with Kathy...to Jim’s chagrin and Belle and Sam’s ire. In Kathy’s life, the line between the mysteries she reads and reality sometimes blurs. Discovering that Ben’s mother died mysteriously, Kathy investigates. Tension mounts as suspicion interferes with her relationship with Ben. erstmals erschienen: Juli 2005
Dies ist das 4. Buch der The Austen Series von Debra White Smith. First Impressions greift Jane Austens ursprünglichen Titel für Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) auf. Reason and Romance ist eine moderne Version von Verstand und Gefühl (Sense and Sensibility). Central Park adaptiert Mansfield Park. In Amanda erzählt sie ihre Version von Emma. Mit Possibilities hat sie Überredung (Persuasion) als letztes Buch ihre The Austen Series vollendet. |
Mellas Meinung In dieser modernen Nacherzählung von Austens "Northanger Abbey" bekommt der Leser statt Radcliffe, Poe und irgendwie auch was von Doyle. Besser noch, statt einer Inventarliste von Wäsche, werden hier tatsächlich Familiengeheimnisse gelüftet. Schon die Einstiegsszene beweist den Einfallsreichtum der Autorin und ihr Geschick dafür, das von Austen aufgegriffene Thema "Gothic-novel", brillant in unsere Zeit zu manövrieren. Und mit was für einem herrlichen Sinn für Humor! Auch die Einführungen der Personen zeigen schnell, dass sie erhobenen Hauptes für Verkörperungen der zugrundeliegenden, ursprünglich von Austen geschaffenen, Charaktere stehen können. Ob die Alreds, alias Allen, welche etwas durchgeknallt dem Ganzen die richtige Würze geben und deren Hilfe allzeit bereit ist, oder die Thaines, alias Thorpes, von denen jeder maßgeschneidert in die Fußstapfen seines Vorbildes tritt, Debra White Smith haucht allen Leben ein. Weder Liza, mit ihrem Leichtsinn und ihrer Unbekümmertheit noch ihr von sich selbst überzeugter Bruder oder die komplett neu eingeführten Figuren sind übertrieben oder scheinen gekünstelt. Persönlichkeiten werden durch die fantastisch erfrischenden Unterhaltungen und Handlungen deutlich, doch keineswegs durch überladene Beschreibungen oder passagenlange Gedankengänge. Begegnet der Leser dann doch Gedanken, so sind jene geradezu amüsant und geben Einblicke, die sicher keiner missen wollen würde. Was den "mystery junkie“ Kathy Moore angeht, muss ich gestehen, dass ich oft dachte sie hat ein bisschen zu viel von einer gewissen „Elizabeth-Bennet-Lebhaftigkeit" abbekommen. Ihre Energie ist atemberaubend, ihre Cleverness und Schlagfertigkeit zum Totlachen und lässt keine Frage darüber offen, ob ein Ben Tilman sich nicht einfach in solch eine junge Frau verlieben muss. Debra White Smith gibt ihr zweifellos Eigenschaften der aufgeschlossenen, naiven und unerfahrenen Catherine Morland, doch viel bemerkenswerter sind jene Züge an ihr, die völlig neu sind und dennoch bewundernswert zu dieser Figur und unserer Zeit passen. So sorgen Schreckhaftigkeit, Probleme mit Blutzucker und ihre Hyperaktivität Dank Koffein, für einzigartig witzige, unverhofft romantische und vor allem kurzweilige Szenen. Mit der Geschichte rund um den "Tilman clan", erschuf die Autorin in meinen Augen einen nicht nur beneidenswert einfallsreichen, sondern auch einen Hintergrund, der die gesamte Handlung nachvollziehbar macht. Zudem baut sie einen Umstand aus, den Jane Austen selbst nur auf aller kürzeste Weise am Ende des eigenen Romans einfließen lässt. Was Austen nur knapp unter der Bekanntgabe Miss Eleanors Heirat abhandelt, was einen bedeutenden Wandel im Vater hervorruft, wird hier zu einer tiefgründigen Nebenhandel ausgebaut. Indem Ddebra White Smith Details nach und nach ans Tageslicht bringt, abwechslungsreiche Szenenwechsel und überraschende Begegnungen einbaut und scheinbaren Nebensächlichkeiten wie Fingernägeln, der Katze Lucy oder Kaugummis echte Bedeutung zukommen lässt, macht sie das Buch nicht nur interessant, sondern positioniert es weit weg von Eintönigkeit. Ich halte ebenso für gelungen wie das Thema Religion einfließt. Die Nähe zu "Northanger Abbey" ist immer präsent in all möglichen Facetten, doch "Northpointe Chalet" besticht durch seine ganz besonderen Eigenheiten. Dieser Roman ist einfach wundervoll romantisch, witzig und mit der richtigen Priese an Mysterien und diversen Familienkonflikten, welche für die Schattenseiten in der Liebesgeschichte sorgen, eine absolut würdige und empfehlenswerte Nacherzählung "Northanger Abbeys"! (Kleine Nebenbemerkung: Wenn ich könnte, ich würde zu gern Kathys Buch "Setting Boundaries" von ihr leihen...) Also kurz und gut: "Northpointe Chalet" könnte keine bessere Empfehlung für perfekte Leseunterhaltung sein – was im allgemeinen für Debra White Smith und ihre "Austen Series" gilt! (von Mella 08/06) |
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